Weichwasseranlage
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Rohrsanierung Entkalkung





Was ist Nitratentfernung/Nitratreduktion  
   

Bei der Nitratentfernung werden Anionen wie das Nitrat (NO3) herausgenommen. Folgendes Verfahren wird bei Hauswasseranlagen angewendet:


Anionentausch
Dieses Verfahren wird insbesondere im Bereich der Eigenwasserversorgung, also bei den privaten Brunnenbetreibern, am häufigsten angewendet. Anionentauscherharze tauschen hierbei Nitrat gegen Chlorid- oder Hydrogenkarbonationen aus. Da diese Harze nur bedingt selektiv gegenüber Nitrat sind, werden gleichzeitig noch Sulfationen aus dem Wasser entfernt.

Das Verfahren im einzelnen:


Prinzip einer Ionentauschanlage im Gleichstromverfahren
Das Rohwasser durchströmt das Filtermedium, das so genannte Ionentauscherharz. Dieses Harz ist heutzutage ein industriell hergestelltes Polymer mit rundem Korn mit einem Durchmesser von ca. 0,2 mm.

Bei der Nitratentfernung nimmt der Anionentauscher die Nitrat-Ionen auf und gibt gleichzeitig Chlorid-Ionen ab. Wie der Name "Tausch" schon sagt, bleibt der Salzgehalt und somit der Leitwert im Wasser weitestgehend gleich.

Jeder Ionentauscher hat nur eine bestimmte Anzahl von Ionen, die er tauschen kann. Ähnlich einer Autobatterie, die geladen werden muss, wenn man wieder mal vergessen hat, das Licht auszuschalten, muss auch der Anionentauscher wieder mit Chlorid-Ionen aufgeladen werden. Dieser Vorgang nennt sich Regeneration.

Bei Nitratentfernungsanlagen mittels Ionentausch erfolgt die Regeneration mittels einer Salzlösung oder chemisch gesprochen, Natriumchlorid. Die Natriumchloridlösung wird hierbei durch den Ionentauscher gespült. Dabei verdrängen die Chlorid-Ionen die Nitrat-Ionen aus dem Ionentauscherharz. Im Anschluss daran wird der Ionentauscher gründlich ausgespült und ist dann wieder einsatzfähig.

Da das Regeneriermittel sowohl bei der Enthärtung als auch bei der Nitratentfernung Natriumchlorid (Kochsalz) ist, können Mischbett-Anlagen, die zum einen Enthärten und zum anderen das Nitrat entfernen, sehr einfach verwirklicht werden.

Die von uns für die Trinkwasseraufbereitung eingesetzten Ionentauscherharzen sind zwar stark selektiv, jedoch ist das Sulfat-Ion der Hauptkonkurrent zu Nitrat. Daher wird neben Nitrat auch Sulfat aus dem Wasser genommen.

Prinzipiell wird mit dem Verfahren jedoch nur eine Reduktion des Nitrates erreicht. Zwar nimmt der Ionentauscher bis auf den nahezu unvermeidbaren Schlupf praktisch das gesamte Nitrat aus dem Wasser, jedoch wird dieses nach dem Entfernungsvorgang wieder mit Rohwasser mittels einer Verschneidarmatur verschnitten (gemischt), damit dem Trinkwasser wieder notwendige Anionen hinzugefügt werden. Der Zweck einer Nitratentfernung für Trinkwasser besteht also darin, den gesetzlich vorgeschriebenen Wert einzuhalten. Anzustreben ist ein maximaler Nitratgehalt von 25mg/ltr, so zumindest will es die WHO.

Was ist sonst noch beim Einsatz von Nitratentfernungen zu beachten?

1. Druck
Zunächst muss überprüft werden, ob ein Mindestdruck von 2 bar vorhanden ist. Dieser Druck wird oftmals von der Ventilsteuerung benötigt, um die Steuerkolben hydraulisch zu betätigen. Ohne ausreichende Druckverhältnisse kann eine störungsfreie Funktion nicht gewährleistet werden. Sinngemäß ist bei Drücken, die über dem vom Hersteller vorgeschriebenen Maximaldruck liegen, ein Druckminderer vorzusehen.

2. Platzverhältnisse
Bitte überprüfen Sie die Platzverhältnisse. Die Nitratentfernung wird meistens nach dem Wasserfilter und nach dem Windkessel (sofern vorhanden) eingebaut. Für private Haushalte rechnet man mit einem Platzbedarf von mindestens 60x60 cm.

3. Stromversorgung
Weiterhin muss ein Stromanschluss vorhanden sein. Günstigerweise eine 230V-Steckdose.

4. Freier Ablauf
Zum Ausspülen des Regenerates muss die Möglichkeit eines freien Ablaufes z.B. durch ein bodennahes Trichtersiphon möglich sein
Freier Ablauf bedeutet, dass die Regeneratleitung nicht direkt an das Abwassernetz angeschlossen werden darf, sondern das Abwasser frei fallend eingebracht werden muss. Anderenfalls bestünde die Gefahr, dass bei einem Rückstau das Abwasser über die Wasseraufbereitungsanlage in das Trinkwassernetz gelangen könnte.

5. Material Rohrleitungen
Bitte stellen Sie fest, welche Rohrleitungsmaterialien im Hauswassernetz verwendet werden.
Bestehen Ihre Rohrleitung aus verzinkten Rohren, so ist beim Einsatz einer Kombi-Anlage (Nitratentfernung +Enthärtung) eine Dosierung zum Schutz von Rohrleitungen zwingend erforderlich.

Durch den Enthärtungsvorgang wird das Wasser aggressiv, da diesem das Calciumkarbonat entzogen wird. Nun ist aber Kohlensäure an dem Kalk gebunden. Wird dieser entfernt, wird diese Kohlensäure frei und schädigt ungeschützte Rohrleitungen.

Durchrostungen bei verzinkten Rohren nach ca. 10 bis 15 Jahren sind daher keine Seltenheit, wenn aus falscher Sparsamkeit oder falscher Beratung keine Vorsorge getroffen wurde.





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